Asbest- und KMF-Sanierung einer Keramikfabrik in Heidelberg

Eine alte Keramikfabrik in Heidelberg sollte zu einem Eventgebäude umgebaut werden. Im Gebäude steht ein denkmalgeschützter Brennofen mit über 100 m Länge, in dem rund 4 Tonnen Asbestschnüre verbaut waren. Unsere Aufgabe: die Schadstoffe am Brennofen entfernen und entsorgen, ohne die historische Substanz zu gefährden.

Objekt
Ehemalige Keramikfabrik, Umbau zum Eventgebäude
Ort
Heidelberg
Schadstoffe
Asbest (ca. 4 Tonnen Asbestschnüre), künstliche Mineralfasern (KMF)
Besonderheit
Brennofen unter Denkmalschutz, Gesamtlänge über 100 m
Verfahren
Einhausung des Brennofens, Sanierung im Unterdruck (Schwarzbereich)
Nachweis
Asbestfaserkonzentrationsmessungen, Bescheinigung durch unabhängigen Sachverständigen

Ausgangslage

Beim Umbau sollten die alte Struktur und der Charakter des Fabrikgebäudes weitestgehend erhalten bleiben. Im Gebäude befand sich ein Brennofen mit einer Gesamtlänge von über 100 m, der unter Denkmalschutz steht. In seinem Inneren waren ca. 4 Tonnen Asbestschnüre verbaut. An der Außenwand lagen unter einer alten, erhaltungswürdigen Blechfassade künstliche Mineralfasern (KMF) in erheblichen Mengen.

Die Herausforderung lag darin, die Schadstoffe vollständig zu entfernen und dabei ein denkmalgeschütztes Bauteil und eine erhaltenswerte Fassade nicht zu beschädigen.

Vorgehen

Unser Auftrag war, die vorhandenen Schadstoffe am Brennofen zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen. Dazu haben wir den kompletten Brennofen eingehaust und die Sanierungsarbeiten im Unterdruck durchgeführt.

Arbeiten im Unterdruck bedeutet: Aus dem abgeschotteten Arbeitsbereich, dem sogenannten Schwarzbereich, wird die Luft ständig abgesaugt und gefiltert. Luft strömt so nur von außen nach innen, freigesetzte Asbestfasern können den Arbeitsbereich nicht verlassen und das übrige Gebäude bleibt geschützt.

Mit Folie abgeschotteter Gang in der Keramikfabrik Heidelberg während der Asbestsanierung Abgeschotteter Sanierungsbereich in der Werkshalle der Keramikfabrik Heidelberg

Ergebnis

Nach Abschluss der Arbeiten wurden Asbestfaserkonzentrationsmessungen durchgeführt. Auf dieser Grundlage hat ein unabhängiger Sachverständiger den Erfolg unserer Sanierung bescheinigt.

Anrufen